ID – Industrial Design

Staatliche Akademie der Bildenden Künste

Die 1761 gegründete Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist eine der ältesten und größten Kunsthochschulen in Deutschland. Mit einer Vielzahl von Studiengängen in den Bereichen der Bildenden Kunst, der Architektur, des Designs, des Fachs Künstlerisches Lehramt, der Konservierung und Restaurierung von Kulturgütern und der Kunstwissenschaften pflegt sie auf verschiedenen Ebenen künstlerische Denkformen und fördert auf vielfältige Weise kreative Fähigkeiten und Fertigkeiten. Neben der künstlerischen Arbeit in den Klassen und Ateliers bietet sie mit ihren über 30 Lehrwerkstätten exzellente Möglichkeiten, um neue Ideen, Entwürfe und Konzepte praktisch umzusetzen.

Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bekennt sich zu künstlerischer Innovation und versteht sich als Experimentierfeld für exemplarische künstlerische Arbeit in der Einheit von Forschung und Lehre. Sie tritt ein für die Verbindung von Kunsttheorie und Kunstpraxis und bietet Möglichkeiten gattungsübergreifender künstlerischer Betätigung. Sie zeigt sich offen gegenüber kulturellen, technologischen und sozialen Entwicklungen und sucht den interdisziplinären Dialog. Sie ergreift Initiativen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zur Förderung des Diskurses in Fragen der Kunst und der Ästhetik mit Ausstellungen und wissenschaftlichen Beiträgen in Form von Workshops, Kongressen und Publikationen. Internationalität und Pluralismus in Lehre, Forschung und Entwicklung und der offene Dialog mit der Gesellschaft sind Bestandteile ihres Selbstverständnisses.

An kaum einer anderen Hochschule in Deutschland ist es möglich, Industrial Design im Kontext der freien Kunst, des Kommunikationsdesigns, der Architektur, der Kunstpädagogik, dem Kostüm- und Bühnenbild, um nur einige zu nennen, zu studieren. Dieses besondere Klima ist in vielen Fällen anregend und steigert die Qualität der Ausbildung. Der Austausch und die Kooperationen zwischen den Studierenden sind in der Regel sehr intensiv. Neben der Versuchs- und Modellbauwerkstatt des Studiengangs Industrial Design und dem angegliederten 3D-Lab mit unterschiedlichen Rapid-Prototyping-Technologieverfahren verfügt die Akademie zur Realisierung von Projekten noch über 32 weitere Werkstätten. Dazu gehören neben einem Filmstudio, Schreinereien, Metallbau, Keramik- und Kunststoffwerkstätten, eine Werkstatt für Glasmalerei und -bearbeitung. eine Buchbinderei, Werkstätten für Bronzeguss, Steinbildhauerei und alle denkbaren Druckwerkstätten.

Der Studiengang Industrial Design ist mit seiner besonderen Struktur in der deutschen Hochschullandschaft einzigartig. Unabhängig von der überschaubaren Größe ist die internationale Vernetzung mit anderen Hochschulen einer großen Universität vergleichbar. Der Studiengang hat sich mittlerweile als bedeutender Knotenpunkt eines internationalen Netzwerks etabliert. So gibt es einen ständigen Austausch mit der ENSCI Les Ateliers, Paris, University of Art and Design UIAH, Helsinki, Konstfack University College of Arts, Stockholm, Politecnico di Milano, Mailand oder der GSA Glasgow School of Art and Design, Glasgow. Als wirtschaftlich hochpotenter Standort in Deutschland ist Stuttgart und die Region mit zahlreichen mittelständischen Unternehmen und international agierenden Großkonzernen als Ort zum Studium von Industrial Design ohne Zweifel hervorragend geeignet. Der extrem gute Ruf des Studiengangs liegt neben seiner erfolgreichen Geschichte (Prof. Richard Sapper, Prof. Klaus Lehmann) auch darin begründet, dass in der Vergangenheit eine Vielzahl erfolgreicher Kooperationen mit der Industrie durchgeführt wurden.

In diesem Spagat zwischen industriellen Anforderungen und künstlerischen Ansprüchen ist in den vergangenen Jahren am Studiengang ein außerordentlich produktives Klima entstanden. In aktuellen Rankings belegt der Studiengang Industrial Design immer wieder die obersten Plätze. Die Studierenden sind auf Grund der Studienbedingungen hoch motiviert und kommen unserem Anspruch von Offenheit, Flexibilität, Neugierde und Leistungsbereitschaft in hohem Maße nach. Durchaus könnte man auch von einer „neuen“ Generation von Studierenden sprechen. Die internationale Vernetzung, spannende Kooperationsprojekte, anspruchsvolle Karrieren der Absolvent/innen, die mittlerweile weltweit in führenden Designagenturen und Unternehmen arbeiten, sind für die Motivation sicher ein wesentlicher Faktor. So gibt es einige internationale Designbüros, die gezielt nach Absolvent/innen aus Stuttgart suchen.

Der Studiengang Industrial Design wird mit anderen Hochschulen wie: Politecnico die Milano, Mailand, ECAL, Ecole cantonale d´art de Lausanne, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, Royal College of Art, London, Design Academy Eindhoven, Universität für Angewandte Kunst, Wien immer wieder zu nationalen und internationalen Designwettbewerben geladen. Der Studiengang Industrial Design verfügt über ein Alumni-Netzwerk, an dem zu überprüfen ist, dass die Berufschancen für Studierende aus dem Studiengang besonders groß sind. In bekannten designorientierten Unternehmen wie z.B. Amazon, Gaggenau, Elektrolux, BSH (Bosch Siemens Hausgeräte), Nokia, Daimler, Porsche, Festo, Festool oder Stihl, sind mittlerweile Absolvent/innen in Schlüsselpositionen beschäftigt. Unabhängig davon haben es einige Absolvent/innen über die Selbstständigkeit an die internationale Spitze des Designs geschafft.

Distiller ist ein Stimmungsfilm der an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart entstanden ist und der einen Einblick in die verschiedenen Werkstätten und Möglichkeiten an der Akademie gibt: