ID – Industrial Design

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Leftover Materials

Freies Projekt von Melissa Acker
Studiengang Industrial Design
Wintersemester 2017/2018

Jedes Jahr rückt der Welterschöpfungstag weiter nach vorne: der Tag, an dem das Ressourcenbudget, das die Erde innerhalb eines Jahres reproduzieren kann, erschöpft ist. Ressourcen effektiver nutzen, weniger Abfälle produzieren. Das Projekt „leftover materials“ zeigt, wie das gehen kann.

Herbstlaub, in städtischen Bereichen von der Abfallwirtschaft gesammelt, wird zu schallabsorbierenden Akustikpanels. Durch ein Verfahren aus der Papierherstellung wird es in einen offenporigen Verbund gebracht. Ohne Klebstoff, nur mit Zugabe von Zellstoff, der ebenfalls aus Grünschnitt (z.B. Christbäumen) gewonnen werden kann. Allein in Stuttgart fallen jährlich ca.1500t Laub und 400t Christbäume an.

Der zweite Teil behandelt das Thema Leder. Zur Produktion eines Sofas werden ca. 3 Lederhäute (15m2) benötigt, wovon ca. 30% als Verschnitt an die Taschen-Industrie weiterverkauft, weitere 10% einfach entsorgt werden. Diese 10% bringt das Projekt zurück in den Kontext des Sofas. Mit Hilfe von Glutinleim, früher für Holzverbindungen genutzt, wird Leder in Form eines Beistelltischs gebracht. Der Hautleim wird aus Schlachtereiabfällen gewonnen – ist also aus dem gleichen Rohmaterial wie das Leder selbst.

Beiden Materialstudien liegt ein natürlicher Ursprung zu Grunde, der restlose Verrottung ermöglicht, Abfälle aus der jeweiligen Industrie verringern, sowie die Verwendung alternativer Werkstoffe ermöglichen könnte.

 

 


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