Gestaltungsübung

Zweites Gesicht

Prof.in Aylin Langreuter
AM Benedikt Kartenberg

1. Semester – Gestaltungsübung
Wintersemester 2019 / 2020

Masken oder Larven, wie sie früher hießen (daher auch „entlarven“: die Maske runterreißen), gibt und gab es quer durch alle Kulturen.
Es ist offenbar ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, ab und zu jemand anderen darzustellen, jemand anderes zu sein.
Masken haben aber im Alltag hauptsächlich eine Schutzfunktion; sie schützen uns vor giftigen Stichen, plötzlichem Aufprall, bösen Blicken, zu ertrinken, zu viel Hitze etc.
Recherche und Analyse zu ästhetischem, symbolischem und technisch-praktischem Gehalt von Masken resultieren in einer zielgerichteten Herstellung eines zweiten Gesichts jedes Kursteilnehmers.

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Frischluft mit Stil

ein Projekt von Anna Vogelsang
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Kaum vorzustellen, dass ich dieses Projekt tatsächlich ganz unwissentlich und unabhängig von Corona im November startete, mit dem Gedanken der gewöhnlichen Atemschutzmaske das Befremdliche zu nehmen. Ich wollte sie so gestalten dass sie ein modisches Accessoire wird. Doch entdecke ich, dass es nicht einfach ist DIE modische Maske zu entwickeln und dass Geschmäcker doch sehr verschieden sind. Somit entschied ich mich eine Maske zu gestalten, die sich individuell an den eigenen Stil anpassen lässt. Dazu reicht ein ganz simples Tuch aus dem eigenen Kleiderschrank. Zwischen zwei Laschen im Inneren der Maske wird es mit ganz dünnen Magneten unsichtbar festgehalten. Die Maske selbst, die ein Fach für einen austauschbaren Filter hat, einen individuell anpassbaren Nasenbügel und einen Druckknopfverschluss der unterschiedlichen Kopfdurchmesser zulässt, verschwindet unter diesem Tuch komplett. Eine Maske ursprünglich gedacht für die Zukunft, und heute schon unser Alltag.

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Knut

ein Projekt von Elena Ahlgrim
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Mein Projekt war es, eine Kampfsportmaske zu designen, die den Gegner durch ihre Niedlichkeit verwirren sollte. Ich abe selbst den Kampfsport Kali lange Zeit betrieben, wurde oft unterschätzt und weiß daher von dem Vorteil einer solchen Verwirrung. Bei dem Kampfsport Kali handelt es sich um eine alte philippinische Kampfkunst. Man lernt sowohl mit leeren Händen, als auch mit Waffen zu kämpfen. Dafür habe ich meine Maske „Knut“ entwickelt. Sie überrascht durch ihre Niedlichkeit über ihre Materialität, ihre Farbe und Formgebung und soll bewirken, dass der Maskenträger von seinem Gegenüber unterschätzt wird.

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Verbrannte Haut

ein Projekt von Marcel Hatami

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Holotect

ein Projekt von Laura Neuscheler
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Ich entwickelte eine Wintersportmaske, die sich gut anlegen lässt, angenehm ist, wärme spendet, schützt und vor allem durch die es sich gut atmen lässt. Deshalb habe ich eine Form entwickelt, durch die das Atmen erleichtert wird. Die Holotect Maske ist aus einem holografischem Stoff gemacht, der schillert und wenn man sie mit Blitz fotografiert, auf dem Bild sogar leuchtet. Das Schillern assoziiert man mit den verspiegelten Skibrillen, deswegen passt der Stoff perfekt zum Outfit und man fällt auf, was auf der Piste für viele ein muss ist.

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Zen

ein Projekt von Genita Preniqi

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Workflowblinkers

ein Projekt von Samuel Stober
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Workflowblinkers erleichtern es einem sich im Großraumbüro auf die Arbeit zu konzentrieren. Wie bei Pferdescheuklappen wird der Fokus durch Einschränkung des Sichtfeldes gelenkt und gebündelt. Workflowblinkers ermöglichen durch Ausblendung von Ablenkungen einen leichten Einstieg in einen produktiven Workflow. So ist man selbst in der unruhigen Arbeitssituation eines Großraumbüros in der Lage, ohne Mühe in einen Arbeitsmodus zu kommen, wobei die Arbeiten nicht nur besser erledigt werden können, sondern auch mit einer gewissen Leichtigkeit.

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Schnappschuss

ein Projekt von Luis Schulte-Kellinghaus

Diese Maske ist ein Schutzschild für “Personen des öffentlichen Lebens” im Kampf gegen Paparazzi.
Ungewollte Eingriffe in die Privatsphäre eines Individuums werden abgewehrt. Der/die Träger/in zensiert sich bewusst selbst.
Mit dem Projekt “Schnappschuss” geht es mir darum, das Persönliche in Gesichtern, die der Öffentlichkeit zugerechnet werden, zu sehen und zu schützen. Mich interessiert die Ambivalenz der Zielgruppe, die einerseits davon lebt, ihr Gesicht zu vermarkten und auf der anderen Seite aber verzweifelt versucht, dieser Vermarktung Grenzen zu setzen.

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Sonnenschutz-A

ein Projekt von Lanxing Zhang
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Sonnenschutz-A ist eine experimentelle Arbeit, um die Unterschiede zwischen der asiatischen Kultur und der europäischen Kultur zu erforschen. Asiatische Menschen denken, dass die Hautfarbe, die nicht direkt der Sonne ausgesetzt ist, schön ist. Im Gegenteil, europäische Frauen mögen es sehr, sich in der Sonne zu sonnen. Und Experimente zeigen, dass UV der größte Feind des Gesichtsalterns ist. Also frage ich mich, ob es eine schöne und einzigartige Sache sein kann, um direktes Sonnenlicht zu verhindern. Dieses Papier stellt die Struktur des asiatischen Ölpapierschirms vor, vereinfacht die Struktur, bildet eine elegante Maske ähnlich dem Hutrand und passt den Schatten direkt an das unterschiedliche Licht an. Es ist flexibeler und leichter.


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