ID – Industrial Design

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INKUBATOR – Klasse ‚Grundlagen der Gestaltung‘

Im unserem post-digitalen Zeitalter ist das „Wie“ des Gestaltens genauso wichtig wie das Gestaltete selbst. Es standen noch nie so viele unterschiedliche Methoden und Techniken zur Verfügung, die jede für sich das Potential haben, noch gestern definierte Grenzen heute zu überschreiten. Gestaltung ist zu einer liquiden Disziplin geworden, die sich ihren Weg in andere Domänen bahnt, welche Jahrhunderte lang Anderen vorbehalten waren, wie beispielsweise Mathematikern, Neurologen, Genetikern, Künstlern oder Produzierenden. Der postdigitale Designer gestaltet mehr durch Manipulation als durch Determinismus, und das was er gestaltet ist geprägt von Neugierde, Intuition, Spekulation und dem Experiment.

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Klasse „Grundlagen der Gestaltung“ in den Studiengängen Architektur und Industrial Design als eine Art Inkubator, der den Studierenden des ersten Studienjahres einen geborgenen Raum für erste, intuitiv-gestalterische Schritte bietet, diese aber gleichzeitig auch im Laufe des Jahres zu radikalisieren vermag. Dies geschieht in fünf, aufeinander aufbauenden Phasen, zu denen unterschiedliche Maßstäblichkeiten und Ihre Phänomene ergründet und miteinander verknüpft werden sollen:

Phase 1 – Materialität – intuitives Spiel (1. Semester)
Phase 2 – Objekt – systemisches Spiel (1. Semester)
Phase 3 – Feld – Mutation – kontemplatives Experiment (1. Semester)
Phase 4 – Feld – Hybride – konfrontatives Experiment (2. Semester)
Phase 5 – theōria (2. Semester)

Begleitet wird die Erkenntnistätigkeit „Gestaltung“ von wöchentlichen Korrekturen während und Präsentationen am Ende der jeweiligen Phasen. Die Studierenden dokumentieren ihren Forschungsprozess in Form eines erweiterten Laborbuches, das zusammen mit den entstandenen Ergebnissen am Ende des Semesters präsentiert wird.

 

Betreuende Personen: Prof. Fahim Mohammadi, AM Natalie Weinmann


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