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Demontage/Montage

Hauptprojekt bei Professor Uwe Fischer und AM David Gebka
Studiengang Industrial Design
Sommersemester 2018

Nicht selten geht die Montage einher mit der Demontage. Was eben noch mit Akribie zusammengebaut, findet sich im nächsten Moment demontiert auf dem Speicher, im Transportcontainer oder auf der Straße wieder. Das Prinzip der einfachen Montage, die von jedem zu bewerkstelligen ist, hat IKEA perfektioniert. Aber sie waren nicht die ersten, mit dem globalen Handel wurden schon im 1800 Jahrhundert Dinge zerlegt mit Schiffen verfrachtet und anderer Stelle wieder aufgebaut. Das Prinzip der Montage und Demontage findet sich aber auch im Film, der Literatur und bildenden Kunst.

Beteiligte Studierende: Kathrin Alischer, Kai Bullach, Lenn Gerlach, Kyra Heilig, Nils Körner, Mana Matsumoto, Lucas Pullirsch-Dussourd, Leonie Schimmeyer, Johanna Schneider, Peter Sorg

Kathrin Alischer / motion ___ raumbildende Struktur

Die raumbildende Struktur motion manifestiert die dynamische Statik.
Der Entwurf entsteht ausgehend von einer Reihe formal-ästhetischen Untersuchung zum Thema der Reversibilität.
Spekulativ löst Motion den uns umgebenden statischen Raum auf.

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Inspiriert von dynamischen Prozessen der Lagerlogistik wird die Raumstruktur zu einem liquiden Gebilde.
Das modulare Raumsystem ist in seinem (De)Montage Prozess ortsungebunden und passt sich an seine Umgebung an.



Kai Bullach / Lückenlos

Fast alle Gegenstände unterlaufen im Verlauf der Jahre gewissen Veränderungen. Eine Ausnahme ist die klassische Festzeltgarnitur, oft auch Bierbank genannt, die heute im Wesentlichen noch genauso aussieht wie zur Zeit ihrer Erfindung. Lückenlos unternimmt den Versuch, diesen Klassiker neu zu interpretieren und dabei die volle Funktionalität und Praktikabilität des Möbelstücks zu erhalten.

Lenn Gerlach / metamöbel

Ausgehend von der Frage: „ Was ist ein Möbel (Ein Stuhl, ein Tisch, ein Schrank… ?) unternimmt dieser Entwurf den Versuch, ein Möbel von seiner vordefinierten Benutzung loszulösen und es auf seinen abstrakten Kern zu reduzieren. Es geht darum, ein Möbel als ein Angebot für eine Fläche wahrzunehmen. Die gestaltete Fläche befreit sich von einem einzigen Zweck, es beinhaltet zwar verschiedene, gibt jedoch keinen bestimmten vor. Erst durch die Interaktion mit dem Flächenangebot entsteht der Zweck.



Kyra Heilig / tshirp stool

Wie kann die Montage erfahrbar gemacht werden?
Das Projekt widmet sich dem Klang der Montage. Durch die Verwendung der Materialien Zink und Birkenholz als Gewinde und Gegengewinde gibt der Hocker beim Einschrauben der Beine Zwitschergeräusche von sich. Er macht somit auf ungewöhnliche, poetische Weise auf den Moment des Zusammenbauens aufmerksam. Die Montage wird somit zu einem zelebrierten Geschehen.

Nils Körner, Leonie Schimmeyer / Literal

Literal basiert auf der Demontage der Sprache. Im deutschen auch als Wortkomposition bezeichnet, beschreibt dieses Phänomen die Montage zweier Substantive. So ist der Stuhl als Objekt, und der Gang als Architektur bekannt, erst durch die Verbindung und somit der Montage dieser Begriffe wird dem „Stuhlgang“ eine neue Bedeutung zugeschrieben. Wie aber sieht ein Stuhlgang aus, wenn man den Begriff wortwörtlich versteht? Leonie Schimmeyer und Nils Körner demontieren verschiedene Wortkompositionen und Übersetzen diese in drei Objekte.

Mana Matsumoto / Gearing

„Die Zahnräder sind das zentrale Gestaltungselement des Objekts. Normalerweise verstecken diese sich innerhalb des Produkts. Ich habe die Zahnräder entworfen, welche eine freie Form und eine intensive Farbigkeit aufweisen. Ähnlich einer montierten Grafik, wirken diese wie ein Puzzle. Die einzelnen Zahnräder greifen ineinander und bewegen sich. An den drei äußeren Ecken befindet sich jeweils ein technisches Zahnrad, welches die organischen Zahnräder antreibt. Die Faszination liegt in der Bewegung der organischen Zahnräder.“

Lucas Pullirsch-Dussourd / Lounge Chair Machine

Led with the wish of doing something real, existing in our real wolrd, in my graspable environement.
The making of this chair went through the iconic steps of the furniture design process, enbodying the core of project structuring.
From sketching to the making of, through the magical moment where the CAD model materializes in front of your eyes.

This lounge chair is meant to be confortable and relaxed, but not lazy. Proportions and angles of the sitting surfaces were achieved through an ergonomy mock-up.

These surfaces are brough to their final dimensions and curvature in the process of assembling the chair.
The eight central bolts bend the surfaces to welcome the human body.



Johanna Schneider / SUPER UNNATURAL

Super Unnatural untersucht, was es bedeuten könnte, wenn die Grenze zwischen digital und real fließend wäre. Dies geschieht anhand dreier Objekte, deren Gestaltung die Analyse der digitalen Welten zugrunde liegt. Sie wurden in Cinema 4D animiert und anschließend physisch nachgebaut.



Peter Sorg / Primitive Production

Woraus besteht die Produkwelt? Eine Suche nach Einfachheit im Herstellungsprozess.
Objekte aus nur einem Material bekommen ihre Form in einem einzigen formgebenden Vorgang.
Die Materialien Holz, Ton und Rattan kommen ohne große Aufbereitung in der Natur vor und bilden den Ausgangspunkt der Arbeit.
Durch Fräsen, Drücken und Flechten entstehen Kissen, Badematte und Regal.


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